Rückschlagventil

Benzin-Talk

Moderator: Moderatorenteam

Benutzeravatar
Skydive
Beiträge: 48
Registriert: Sa 23. Nov 2013, 18:01
Wohnort: Nordbayern

Rückschlagventil

Beitrag von Skydive » Fr 14. Feb 2014, 20:35

Hallo Zusammen,

möchte eine elektrische Zusatzbenzinpumpe an meinem Trike einbauen.
Daten:
Trike: Air Creation Buggy
Motor: Rotax 582 grau
Aufbau:
Tank dann Filter dann E-Pumpe (Macopex 0,27-0,35 bar)..Bypass um die E-Pumpe rum mit Rückschlagventil dann zur Mikuni Pumpe.
Rückschlagventil möchte ich ein Pierburg verwenden.
Pierburg Nr. 7.20234.52.0
Das Ventil hat einen Öffnungsdruck von 10-15 mbar

http://www.pierburg-service.de/ximages/ ... de_web.pdf

Ist das RSV das richtige..??

Danke
Gruß
Skydive
Benutzeravatar
dekobein
Beiträge: 333
Registriert: Do 10. Dez 2009, 16:10
Wohnort: Berlin

Beitrag von dekobein » Sa 15. Feb 2014, 18:26

Moin,

keine Ahnung, ob's damit funktioniert. Aber hiermit klappt es:

http://aeroklaus.de/Forum/Spritversorgung_C22.pdf


Gruß

Carsten
Nichtraucher sterben gesünder.
Benutzeravatar
Skydive
Beiträge: 48
Registriert: Sa 23. Nov 2013, 18:01
Wohnort: Nordbayern

Beitrag von Skydive » So 16. Feb 2014, 09:25

Hallo Carsten,

vielen Dank für die Info.
Den Beitrag hatte ich mir schon mal angesehen, allerdings ist das ein paralleler Aufbau, nicht in Reihe.
Im Beitrag wird auch erklärt wie das Rückschlagventil modifiziert wird.
Also warum nicht gleich eines mit geringerem Öffnungsdruck wählen.
Wenn ich den Aufbau in Reihe mache, dann möchte ich ja der mechanischen Pumpe die Möglichkeit geben, bei Ausfall der E-Pumpe über den Bypass...also über die Umleitung Benzin zu holen. Würde ich in diesem Fall eine Drossel in die Umleitung einbauen, würde ich den Zufluss extrem reduzieren und die mechanische Pumpe würde vermutlich nich genug Benzin bekommen.

Gruß
Skydive
Zuletzt geändert von Skydive am So 16. Feb 2014, 19:42, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
Skydive
Beiträge: 48
Registriert: Sa 23. Nov 2013, 18:01
Wohnort: Nordbayern

Beitrag von Skydive » So 16. Feb 2014, 09:32

ach ja..hatte ich noch vergessen.
Bei einen Aufbau in Reihe ...sprich die E-Pumpe wird vor der mechanischen gesetzt, würde das Rückschlagventil natürlich in den Bypass kommen. Nicht wie im Beitrag gezeigt nach der E-Pumpe..

Gruß
Skydive
Benutzeravatar
Cobra Uwe
Beiträge: 1006
Registriert: So 23. Jan 2005, 22:33
Wohnort: Bayern

Beitrag von Cobra Uwe » So 16. Feb 2014, 09:48

Wenn ich das richtig verstehe muss dann die Bingpumpe den Bypass überdrücken um den Sprit zu ziehen?
Richtig?

UWE
No Guts - No Glory
Benutzeravatar
powerandpitch
Beiträge: 1173
Registriert: Do 3. Mai 2012, 16:32
Wohnort: EDWF

Beitrag von powerandpitch » So 16. Feb 2014, 10:26

Wenn ich bei 400 ft die E-Pumpe abschalte, dann läuft der Motor unverändert weiter. Also schlürft die Mikuni den Sprit ganz locker durch die abgestellte E-Pumpe.

Das ganze Umgeleite macht also nur Sinn für den Fall, dass die E-Pumpe so kollabiert, dass Sie sich teilweise oder ganz zusetzt.

Die olle Pierburg-Pumpe verwende ich schon seit Ewigkeiten in meinen Autos. Das Einzige, was bislang dichtgegangen ist, war das kleine Eingangssieb, welches nicht wirklich viel Dreck benötigt, um zu verstopfen.

Trotzdem verstehe ich die (Luftfahrt) Anweisung, dass kleine Sieb einfach ersatzlos herauszunehmen nicht. Das dass Ding rausfliegt ist klar. Machen wir bei den Autos auch. Nur, dann wird ein vernünftiger Feinfilter vorgeschaltet.

Gruß

Edgar
Richtig motorisiert fliegt alles.
Benutzeravatar
Skydive
Beiträge: 48
Registriert: Sa 23. Nov 2013, 18:01
Wohnort: Nordbayern

Beitrag von Skydive » So 16. Feb 2014, 13:49

Hallo,
anbei eine Skizze..

Folgendes soll erreicht werden:

...Elektrische Pumpe defekt=> kein Problem..Membranpumpe holt sich über Bypass(Umleitung) Benzin. So als wäre gar keine E-Pumpe vorhanden. Das Rückschlagventil öffnet bereits bei 0,015 bar.

...Membranpumpe defekt=> kein Problem..E-Pumpe pumpt durch diese durch.

...E-Pumpe möchte kürzesten Weg zurück in Tank den Pumpen. Praktisch im Kreis. ..geht nicht, da Rückschlagventil dies verhindert.

Mir war jetzt wichtig, das das Rückschlagventil einen geringen Öffnungsdruck hat. Sonst würde im Falle..E-Pumpe fällt aus ..die mechanische Pumpe es eventuell nicht schaffen dieses zu öffnen.

Habe versucht alles einfach auszudrücken.. :-)

so der Plan...Habe vor kurzem ein Trike angeschaut, bei dem von Rotax Franz eine E-Pumpe nachgerüstet wurde...da wars genau so.



Bild
Stephan
Beiträge: 1814
Registriert: Sa 29. Jan 2005, 05:00
Wohnort: Réunion -France

Beitrag von Stephan » So 16. Feb 2014, 15:26

Da hast Du recht. Aber Du brauchst keine Angst wegen des Öffnungsdurcks des Rückschlagventils zu haben. Die Membranpumpe saugt Dir in gesundem Zustand einen Putzlappen durchs System... :lol:

Gruss Stephan
Lässt sich niemals durch den Amtsschimmel vom Himmel holen...
Benutzeravatar
dekobein
Beiträge: 333
Registriert: Do 10. Dez 2009, 16:10
Wohnort: Berlin

Beitrag von dekobein » So 16. Feb 2014, 16:49

Moin Skydive,

natürlich kannst Du die Pumpen so schalten, wie Du es beschrieben hast - Comco hatte die C22 mit R582 genauso nachgerüstet (müssen :D ).

Der Bypass mit dem Reduzierstück diente übrigens zur Druckanpassung. Die Pierburg pumpt nämlich 0,5bar. Das ist auf Dauer zumindest grenzwertig für die Nadelsitze der Vergaser.

Wichtig: Egal wie Du den Aufbau der Spritversorgung gestaltest, prüf auf alle Fälle den Druck vorm Vergaser. Und Zwar in allen Betriebszuständen, d.h. Leerlauf, Vollgas, Steigflug, Sinkflug. Der Druck darf die von Rotax angegebenen Werte nicht übersteigen. Unabhängig davon, ob die Pumpe ein- oder ausgeschaltet ist. Bei mir hatten sich die Drücke zunächst offenbar addiert. Die Mikuni schafft locker 0,4 bar bei Vollast. Bei zugeschalteter E-Pumpe hatte ich dann 1bar auf dem Manometer...:shock:

Meine Beschreibung bezieht sich übrigens ausdrücklich auf die C22. Hier herrschen gewaltige Druckdifferenzen vom Tank bis zum Motor. Das schafft die Mikuni bei 2 Vergasern am R582 nicht. Bei einem Trike, wo der Tank evtl. viel näher am Vergaser sitzt, herrschen andere Verhältnisse.
Fazit: Grau ist alle Theorie. Ausprobieren.
Nichtraucher sterben gesünder.
Benutzeravatar
TDC
Beiträge: 673
Registriert: Mo 22. Aug 2011, 11:12
Wohnort: Nordpfalz

Beitrag von TDC » So 16. Feb 2014, 19:09

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum man sich das Gebastel mit
Bypass und Rückschlagventil überhaupt antun soll.

Merke:
Jede Verbindungsstelle im Schlauchsystem ist eine potentielle
Leckagestelle.

Und da die Mikunipumpe üblicherweise in der Nähe des Motors sitzt führt
bei tiefer liegendem Tank jede Leckstelle zu Luft im System. Ich
persönlich finde Luftblasen in der Spritleitung ja blöd, aber vielleicht
haben andere Flieger ja andere Vorlieben...


Mein Aufbau im Trike ist schlicht alles in Reihe:
Tank, Feinfilter, Pierburgpumpe (ohne Sieb), Mikunipumpe,
Y-Verzweigung edit: (-->Nein, kein Y-Stück, aber die Mikunipumpe hat 2 Abgänge), Vergaser.

Die Pierburgpumpe brauche ich eigentlich nur um vor dem Starten des
Motors die Vergaserschwimmerkammern zu fluten.
Abmagern des Gemischs habe ich auch bei Dauervollgas noch nie
beobachten können.
Zuletzt geändert von TDC am So 16. Feb 2014, 21:53, insgesamt 2-mal geändert.
Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat,
sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
(Antoine de Saint-Exupery)
Benutzeravatar
Skydive
Beiträge: 48
Registriert: Sa 23. Nov 2013, 18:01
Wohnort: Nordbayern

Beitrag von Skydive » So 16. Feb 2014, 19:29

Hallo dekobein,

danke für den Hinweis mit dem Druck messen. Das habe ich auf jeden Fall vor.
Die Anordnung ist bei mir nahezu so wie auf der Skizze.
Die Mikuni Pumpe liegt nur wenige Zentimeter unterhalb der Vergaser und nahezu am Motor. Das Höhenniveau liegt bei vollem Tank bei null. Bei leerem Tank ca. 45 cm tiefer.
Das heißt ... nicht schlecht.

Ich möchte die E-Pumpe eigentlich aus Sicherheitsgründen einbauen.
Ich muss eingestehen...bin nicht mehr ganz so überzeugt. :shock:

Man verändert schon einiges..Gelaufen ist der Flieger ja 15 Jahre ohne Probleme... :idea:
man möchte immer das beste...aber ob mans auch tut :?:

In die Mikunipumpe habe ich einen neuen Dichtsatz eingebaut.

Gruß
Skydive
Benutzeravatar
Skydive
Beiträge: 48
Registriert: Sa 23. Nov 2013, 18:01
Wohnort: Nordbayern

Beitrag von Skydive » So 16. Feb 2014, 19:38

Mein Aufbau im Trike ist schlicht alles in Reihe:
Tank, Feinfilter, Pierburgpumpe (ohne Sieb), Mikunipumpe,
Y-Verzweigung, Vergaser.
das heisst Du hast keinen Bypass...und wenn die E-Pumpe zu macht..oder kann das eigentlich nicht passieren.??

Wo sitzt nach der Mikuni Pumpe die Y-Verzweigung. Die Mikuni Pumpe hat doch für jeden Vergaser einen Anschluß.??
Die Pierburgpumpe brauche ich eigentlich nur um vor dem Starten des
Motors die Vergaserschwimmerkammern zu fluten.
schaltest Du die E-pumpe dann aus..??

Gruß
Skydive
Benutzeravatar
powerandpitch
Beiträge: 1173
Registriert: Do 3. Mai 2012, 16:32
Wohnort: EDWF

Beitrag von powerandpitch » So 16. Feb 2014, 19:43

Was passiert denn, wenn die Membrane der Mikuni-Pumpe reisst und man hämmert dann mit der E-Pumpe obendrauf?

Stelle ich mir nicht so witzig vor. Die Mikuni kostet nicht viel, also fliegt sie regelmässig raus.

Ansonsten sehe ich das genauso, wie TDC. Was nicht drin ist, fällt auch nicht aus.
Richtig motorisiert fliegt alles.
Benutzeravatar
TDC
Beiträge: 673
Registriert: Mo 22. Aug 2011, 11:12
Wohnort: Nordpfalz

Beitrag von TDC » So 16. Feb 2014, 21:51

Skydive hat geschrieben:[...] Wo sitzt nach der Mikuni Pumpe die Y-Verzweigung. Die Mikuni Pumpe hat doch für jeden Vergaser einen Anschluß.??
[...]
Entschuldige, da hast du natürlich völlig Recht.
Ich wollte damit ausdrücken das es ab da 2 Schläuche sind, aber das ist misverständlich.
Ich werde es daher dort oben editieren.
powerandpitch hat geschrieben:Was passiert denn, wenn die Membrane der Mikuni-Pumpe reisst und man hämmert dann mit der E-Pumpe obendrauf?
Man hat immer noch eine bessere Chance Sprit in die Vergaser zu bekommen als ohne E-Pumpe ;-)

Also, bishern waren es (bei mir!) nie Teile der Membrane die irgendwelche Spritdurchgänge verlegt haben, obwohl ich auch schon mal unfreiwillig mit ziemlich zerfetzter Membran geflogen bin. Als der Motor plötzlich mit der Leistung in den Keller ging hab ich die E-Pumpe zugeschaltet und das hat wenigstens gelangt um heile auf dem Platz anzukommen.

Eine andere G'schicht war es allerdings als sich ein Spritschlauch innerlich auflöste - die Bröckelchen gingen problemlos sowohl durch die Pierburg- als auch durch die Mikunipumpe und haben direkt den Vergaserzulauf zugesetzt.
Daher konnte ich dir damals auch den richtigen Tip geben, P&P

Wie die Amis so sagen: Been there, done that.
Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat,
sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
(Antoine de Saint-Exupery)
Benutzeravatar
powerandpitch
Beiträge: 1173
Registriert: Do 3. Mai 2012, 16:32
Wohnort: EDWF

Beitrag von powerandpitch » Mo 17. Feb 2014, 08:57

Skydive hat geschrieben:Die Pierburgpumpe brauche ich eigentlich nur um vor dem Starten des
Motors die Vergaserschwimmerkammern zu fluten.
schaltest Du die E-pumpe dann aus..??[/quote]



Mein Prozedere sieht so aus:

-Motor mit E-Pumpe anlassen.
-Dann ohne E-Pumpe warmlaufen lassen (damit ist die Mikuni gecheckt).
-Start mit E-Pumpe.
-Bei 400 ft das Gas zurück auf 5.000 - 5.500 U/min und E-Pumpe aus.

Den Kraftstoffdruck habe ich vorher mit einer fliegend eingebauten Konstruktion in allen Betriebszuständen gemessen. Die Versorgung funktioniert ohne Probleme. Auch bei Volllast ist nur die Mikuni alleine schon ausreichend.

Die E-Pumpe schalte ich beim Start nur ein, um beim Ausfall der Mikuni nicht in Probleme zu kommen (wird auch so ausgebildet in UL und Ecko).
Richtig motorisiert fliegt alles.
Antworten