Baubilder eines Flugzeuges

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Uwe Seimetz
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Baubilder eines Flugzeuges

Beitrag von Uwe Seimetz » Di 3. Okt 2006, 17:20

Danke Klaus für deine Hilfe.

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Uwe
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aeroklaus
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Beitrag von aeroklaus » Sa 7. Okt 2006, 11:00

Hallo Uwe,


<table width="90%" cellspacing="1" cellpadding="3" border="0" align="center"><tr> <td><span class="genmed">Zitat:</span></td></tr><tr><td class="quote">
Uwe Seimetz schrieb am 05.10.2006 09:19 Uhr:
Ich hoffe, natürlich auch Bilder von anderen darin zu finden.
Uwe
</tr></td></table>


Bilder von anderen Bau/Restaurationsprojekten (CobraUwes Rans, Jünters Avid, mein Coach bzw. Kitten) findest Du natürlich in den entsprechenden Threads, unter Dreiachser.


Benutze doch diesen Thread hier exklusiv, um Deinen Flieger bzw. die Baufortschritte zu zeigen. Aber natürlich nur, wenn Du Lust dazu hast!

Und immer wenn Du ein wenig weiter gekommen bist und auch Bilder dazu hast, kannst Du hier einfach weiterposten. Ich bin mir sicher, dass Du auch so einige Kommentare dazu erhälst, denn Dein Projekt ist bestimmt für viele hochinteressant!
Womöglich findet sich sogar einer, der denselben Vogel bauen möchte, wer weiss?

Grüsse Klaus
Neues Motorschirmforum: http://www.ppgforum.de! Bitte weitererzählen!

Low and slow!!
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Uwe Seimetz
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Rumpfseiten

Beitrag von Uwe Seimetz » So 17. Dez 2006, 20:15

Es geht langsam weiter. Die andere Seite ist in in der Verleimung.
Aerodux ist schon eine schweinerei, aber mit Handschuhen hat man kaum Gefühl und versaut noch viel mehr. Bilder kommen von Klaus. Bessere Fotoqualitäten kommen wenn ich die Filme entwickelt habe. Vorab erst mal Aufnahmen mit der Handykamera .
Uwe

<span style="font-size:7pt"> edit Klaus: bitteschön, Uwe: </span>
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Uwe Seimetz
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Beitrag von Uwe Seimetz » Fr 9. Feb 2007, 17:27

Hallo Leute,

weiß jemand oder kennt jemand einen der eine Vorrichtung zum belasten des Flügels (Flügelholm) hat? Ich möchte den von mir mit Harz geklebten Holm mit 6g belasten (ca. 5,5 to).
Schön wäre wenn es so etwas gäbe, noch besser sogar in meiner auch weiteren Umgebung (Köln / Bonn). Sonst muß ich doch tatsächlich soviel Zement mieten oder gar kaufen. Außerdem wird das eine ganz schöne Plackerei das alles auf und wieder ab zu stapeln.
Übrigens, die Rumpfseiten sehen jetzt, nach dem sie durch die Breitbandschleifmaschine gelaufen sind aus wie aus dem Laden. Keine Leimschmierei mehr.

Uwe
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Beitrag von busbumde » Sa 10. Feb 2007, 07:26

Hast Du tatsächlich ein beladenes Rumpfgewicht von fast 1.000 kg, denn nur dann wären 5,5 Tonnen Flügelbelastung bei 6 g zu erklären. Flügelgewicht zählt ja nicht, denn der erzeugt ja die Belastung und trägst sich daher selbst. Außerdem würde ich in jedem Fall den Flügel belasten, denn die Torsion kannst Du nicht am nackten Holm simulieren - und die ist ein kritischer Lastfall.

Gruß Dieter
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Uwe Seimetz
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Beitrag von Uwe Seimetz » Sa 10. Feb 2007, 10:58

Hallo Dieter,

ja, der Flieger hat folgende Daten
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Seats: 2
Cabin width: 40 in.
Gross weight: 2000 lbs.
Empty weight: 1260 lbs.
Usefull load: 740 lbs.
Baggage: 10.5 sqft - 75 lbs
Wheel track: 8'
Engine: Lycoming IO-360-A1A
Wing airfoil: Laminar 63 Series
Range at 75%: 1100 mi, 240 mph
Take off distance: 600 ft.
Landing distance: 1200 ft.
Climb rate @ msl: 2200 fpm
Wing span: 24'
Wing area: 104 sqft.
Wing load (full gross): 19.09 lbs./sqft.
Span loading: 80.45 lbs./sqft.
Lenght: 21'6"
Aspect ratio: 5.54 to 1
Dihedral: 5 degrees
Fuel: 54 gallons
Service Ceiling: 20000 +
Vmax: 255 mph
Cruise speed 75%: 240 mph true
V s1 (stall clean): 70 mph
V s0 (lndg config): 62 mph

http://ospreyaircraft.com/gp4.htm

Der Holmtest hat aber andere Gründe. Wie du in meinen Bildern sehen kannst, habe ich 2 Holme gebaut. Den zweiten, weil ich mir mit der Harzkleberei nicht ganz einig bin. Ich war mit dem Harz von R&G L20 und Härter EPH 161 zum verkleben von Holz nicht so ganz zufrieden oder besser gesagt unsicher bin. Außerdem hat das LBA vor ein paar Wochen neue Richtlinien für verkleben von Holz mit Harz herausgegeben. Somit ist nur noch das L20 mit einem bestimmten Härter zulässig, welches aber mit min. 55° C 15 Std. getempert werden muß :eek: :roll: . Holz tempern ? Andere Systeme bedürfen einem aufwendigem Prüfverfahren mit weiteren Einschränkungen.
Also, da ich mit dem Harz nicht ganz glücklich bin, den Holm aber nicht wegwerfen will, will ich diesen ohne alles belasten (testen), hält er nicht, ist nicht die ganze Arbeit, Zeit, Material und Geld verloren. Hält er, würde ich diesen dann für eine normale Zulassung (kein Kunstflug) benutzen. Den Aeroduxholm aber für die Kunstflugzulassung. Der reguläre Belastungstest ist davon nicht betroffen, sondern nur eine von mir selbst auferlegte Sicherheitsstufe. Im Amiland fliegt das Teil mit +8g -6g. Mein Gutachter hat mir aber geraten den sicheren Lastfall mit +6g -4g (900Kg) anzunehmen. Die Bruchlast liegt bei ca. +- 10g. Reicht ja auch, ich will ja keinen professionellen Kunstflug machen, sondern nur die legale Möglichkeit haben auch mal etwas zu turnen. Außerdem ist die Hürde mit dem Lärmzeugnis weg (ist aber nicht sinnvoll). Natürlich soll das Teil den erhöhten Lärmschutz bekommen. Nicht zu verachten ist auch der erhöhte Wiederverkaufswert.

Übrigens, die Amis kleben das Teil nur mit Harz T-88 oder dem West 105 System. In Texas und Kalifornien herrschen ganz andere Temperaturen als hier und da ist trotz dunkler (roter) Lackierung noch nichts auseinandergefallen, aber wir leben nun mal in Deutschland

Uwe
Zuletzt geändert von Uwe Seimetz am Sa 26. Mär 2011, 10:01, insgesamt 8-mal geändert.
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Beitrag von busbumde » Sa 10. Feb 2007, 15:36

Huch, ich hab den Flieger (und damit auch Dich) kurzfristig verwechselt. Sorry. Erstaunlich, daß es mit der Verkleberei/Verleimerei von Holz noch solche Probleme gibt.

Ich habe bei den Booten immer einen resorzinharzbasierten Leim genommen, rote Flüssigkeit mit grauem Pulver zu mischen, und mit dem erforderlichen Druck über einen größeren Temperaturbereich gute Resultat gehabt. Das Zeug ist dann kochfest verleimt, d.h. das Holz geht auch nach drei Stunden Kochen im Wasser an der Verleimung nicht auseinander. Sieht so aus wie Deine Kleckerei, die auch bei den Booten fast völlig unvermeidlich war, wenn man nicht alles abkleben wollte.

Aber klar: Beim Flieger muß man sich an die gesammelten Erfahrungen der Luftfahrt halten, die letztlich auch beim LBA ankommen und zu neuen Richtlinien führen. Bei Booten bin ich übrigens vom Kleben mit Epoxi erstmal wieder weggegangen, weil die Harze manchmal, weiß nicht warum, eine Art wachsige Schicht entwickelten, die nicht hielt. Das rote Zeug hielt immer, war aber auch deutlich spröder, also nicht fugenfüllend eingestellt.

Zum Belastungsversuch. Ich würde mittig, also am Rumpfangriff eine Hyraulik unterbauen, 5 Tonne ist für die nicht viel, den Flügel bis zur Belastung voll auflagern. Als wegen der V-Form ein Bett aufschütten - mit Seinen drunter - und dann auf den Holm sauber mittig geliehene Steine stapeln, so wie es Dir die Lastverteilung nach Multhopp, das muß Dir halt jemand durch ein Programm laufen lassen, vorgibt. Und dann mit der Hydraulik in der Mitte schön langsam anheben.

Bei dem Holm wirst Du ja nicht viel Durchbiegung haben, so daß die Steine nicht abgleiten werden und die Hubhöhe nicht sehr groß zu sein braucht. Das Verfahren hat den Vorteil, den Holm unbelastet voll laden zu können und die Spitzen außen, also die Teile, die über den Hebelarm das Moment mitaufbauen, kommen als letzte frei. Das macht den Belastungsanstieg hübsch kontinuierlich.

Gruß Dieter
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Uwe Seimetz
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Beitrag von Uwe Seimetz » Sa 10. Feb 2007, 22:29

Hallo Dieter,

super guter Vorschlag, war schon am überlegen wie ich das anstelle, damit nicht alles abkippt oder die Balance verliert. Die Lastverteilung habe ich schon.

Die rote Bärenscheiße die du meinst ist genau das was auch ich jetzt benutzt habe. In Schreiner - Tischlerkreisen ist der Kram als Kauresinleim bekannt. In der Luftfahrt wird er Aerodux genannt. Das graue Härterpulver gibt es in der Luftfahrt nicht mehr, nur noch das weiße. Wie du richtig bemerkt hast, ist das ein Resorcin-Formaldehydharz. Entwicklung in den 40er Jahren, aber immer noch bestens bewährt. Bei Siebdruckplatten und Multiplexplatten mit den dunklen Leimfugen ist das Zeug´s auch enthalten, aber auf Phenolharzbasis. Dort wird es nur als fertiger Film benutzt, daher auch die Bezeichnung Tegofilm, ist im Prinzip aber das gleiche, wird aber mit viel Hitze und Druck gepresst, in Handarbeit nicht machbar.
Stimmt , spröde und nicht Fugen füllend. Das heißt sauber passende Passungen und Verleimstellen herstellen. Das, die kurze offne Zeit und der hohe Pressdruck sind die Nachteile gegenüber dem Epoxi. Die gegingere Zugfestigkeit gegenüber den neuen E-Harzen ist eigentlich gar nicht so von Belang, da das Holz die Zugfestigkeit des Kleber nie erreicht.

Uwe
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Beitrag von busbumde » So 11. Feb 2007, 09:33

Moin,

es wäre wahrscheinlich gut, wenn Du die Steine nicht direkt auf den Holm, sondern auf Querbrettchen stapelst, die auf der Unterseite eine Art Kragen haben, mit dem sie den Holm fassen, denn dann braucht man die Steine nicht auf den Millimeter zentrisch auf den Holm zu stapeln. Zudem kann man über alle Querbrettchen einen Rolladengurt tackern, der verhindert, daß die Brettchen bei einem Schwanken des Aufbaus doch in Holmrichtung abrutschen wollen. Der Holm bleibt von alldem völlig unangegriffen und flexibel.

Gruß Dieter

Gruß Dieter
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Beitrag von Uwe Seimetz » So 11. Feb 2007, 10:31

Moin Dieter,

ich hatte sowieso vor eine etwas größere Fläche zu schaffen die frei aufliegt aber nicht abkippen kann. Ich wollte auch Zementsäcke nehmen, die sind schwer, definiert im Gewicht, nicht teuer und ich hätte schon evtl. Abnehmer. Das geht mit den Säcken wahrscheinlich gut. Von der Flügelmitte müssen alle 50 cm zwischen 370Kg und 320 Kg verteilt werden, nur die 2 letzten Felder bekommen 250 Kg und 50 Kg.

Uwe
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Beitrag von busbumde » So 11. Feb 2007, 11:59

Zementsäcke sind in der Tat schwer, sehr schwer mit 50 kg, und auch mangels Griff sehr unhandlich. Man braucht nach den ersten Säcken zwei Mann zum guten Positionieren und überhaupt einige Helfer, sonst ist man hinterher völlig fertig. Und wenn ein Sack reißt, ist es eine Riesensauerei, meine Halle sah danach, zwei Säcke kaputt, schlimm aus. Aber Du wirst es schon richtig machen. Ich würde übrigens in g-Stufen belasten und jedesmal die Spitzenabweichung messen, denn das gibt Dir Aufschluß darüber, ob ein Versagen zu erwarten ist und bei wieviel g. Wenn Du gleich alles draufpackst, weiß Du nur, daß es nicht gehalten hat, falls es zu einem Bruch kommt. Das kann man heute mit Laserpointern am Holm, die auf eine Wand hinter dem Testaufbau strahlen, wo jemand die Position markiert, leicht und ohne Gefahr für den Messenden durchführen. Nur so'ne Idee.

Gruß Dieter
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Beitrag von Uwe Seimetz » So 11. Feb 2007, 12:06

Ich sehe ich habe die richtige Frage gestellt. Weiter so mit den Informationen, sind echt Klasse. Die 50 Kg Säcke gibt es seit einiger Zeit nicht mehr. Inzwischen hat man die 25 Kg Klasse für die neue Weicheiergeneration eingeführt. Sind aber tatsächlich angenehmer zu händeln.

Habe leider seit Weihnachten eine Arbeitspause machen müssen. Außerdem muß ich die Geschichte ja auch finanzieren, also hatte der Karnevalswagenbau Vorrang. Aber es geht bald weiter.

Mein Material von Aircraft Spruce (Mahagonisperrholz, Alu- und Stahlrohre) ist Ende Januar eingetroffen. Ich hatte das wegen der Größe und des Gewichtes per Schiffcontainer selbst organisiert. Das mit der Spedition hat hervorragend funktioniert, sie hat sogar die Mwst. und den angefallenen Zoll ausgelegt. Der Transport selbst, Baumaterial für 2 Flieger, hat 667 ? frei Haus gekostet.

Uwe

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Beitrag von busbumde » So 11. Feb 2007, 17:10

Starke Teile an der Wand, aber: Ist Karnevalswagenbau eigentlich nicht genau das Gleiche wie Flugzeugbau. Wenn es fertig ist und erstmals gezeigt wird, jubeln alle Zuschauer und danach bekommt man ein Hochgefühl.

Viel Spaß weiterhin

Dieter
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Beitrag von Uwe Seimetz » Mo 26. Mär 2007, 22:08

Ja Dieter,
ist schon so ähnlich, nur wird der Flugzeugbau nicht so gut bezahlt.

Es geht endlich weiter. Bilder folgen

Uwe

edit: Bilder eingefügt, Grüsse Klaus

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Beitrag von Uwe Seimetz » So 15. Apr 2007, 18:36

Nach einer Woche Arbeit in London, während der Ferien, geht es weiter. Man kann immer mehr erkennen.

Uwe


edit: Bilder eingefügt, Bitteschön, Uwe!

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